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Sep 21 1989

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[Test] Prototype

Prototype wurde vor seinem Release viel von der Presse angekündigt. Man sprach teilweise von einer Rollenspiel-artigen Geschichte in der Neuzeit. Oder so.

In Prototype spielt man Alex Mercer, welcher in einer Stadt lebt, welche wegen einem missglückten Expermient der Regierung von Zombies überrannt wird. Dementsprechend schwer soll es fallen, in der Stadt wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Alex hat aber ein paar gewaltige Tricks auf Lager und kann sich zu Teilen in Waffen oder vollständig in andere Personen verwandeln. Die Regierung sieht in allerdings als Bedrohung und nicht als Rettung an und somit ist die ganze Welt gegen ihn.

Am Ende des Spiels klärt sich die sehr clevere Story auf und man erfährt auch, warum Alex eben das kann, was er kann und er von allen gejagt wird.

Prototype Logo

Selbige Story wird vor jeder Mission in Cutscenes weitererzählt und beinhält nur sehr wenige Charaktere.

Technisch gesehen ist Prototype etwas Besonderes, da die Steuerung so einfach gehalten wurde, dass die Kombos dafür umso zahlreicher und komplexer werden konnten.

Es gibt etliche Spezialangriffe, die wahre Fingerakrobatik verlangen, dann aber auch sehr wirkungsvoll sind. Die Steuerung zum Bewegen bleibt daher sehr einfach: Alex springt von alleine und rennt
auch in einem Affentempo (nicht automatisch). In den engen Gassen mit massig Gegnern hüpft er dann schonmal umher wie ein Gummiball. Zudem rennt er einfach so an senkrechten Wänden empor und kann sich durch Stürze alleine nicht verletzen. Man muss also nur die Richtung bestimmen und er rennt, klettert und springt von alleine.

Zu Beginn des Spiels ist alles noch recht übersichtlich und man kommt gut zurecht. In den letzten paar Missionen wird man aber an jeder Ecke von Atombomben abgeschossen, sodass man bald seine Tektik gehörig umschrauben muss, um zu überleben, denn Alex hält zwar schon unglaublich viel Schaden aus, doch irgendwann ist er auch tot.

Prototype ist definitiv ein Spiel für Erwachsene. Vom Gewaltgrad übertreibt es eigentlich nicht. Die dargestellte Gewalt ist angesichts dessen, was man macht, realistisch. Wenn er sich mit seiner Klinge vom Cover durch Zombiehorden schneidet, ist es klar, dass bald überall verstümmelte oder halbierte Körper, Blut und Gedärme rumliegen.

Dynamic Slicing wie in Fairytale Fights ist nicht vorhanden, die festgelegten Bewegungsabläufe der Angriffe passen aber genau zu den losfliegenden Körperteilen.

Das Spiel ist in Deutschland nie erschienen. Es gibt auch keine österreichische Fassung, daher muss man sich beim Import mit englischen Texten und Stimmen zufrieden geben.

Meine Meinung zum Spiel

Prototype ist ein gutes Spiel, doch zum Ende hin wird es leider viel zu schnell zu unübersichtlich und kompliziert. Anfangs macht es viel Spaß, die Gegner mit relativ einfachen Mitteln zu bekämpfen und es ist auch toll, wie viele neue Angriffe man erlernen kann, doch bald nimmt das alles Überhand und man findet sich in wildem Tastenmashing wieder, weil man sich das nicht alles merken kann. Sogar auf die F-Tasten wird bei der Steuerung ausgewichen.

Abseits davon ist es ein recht innovatives Spiel, da man sich stets perfekt tarnen kann, später aber auch immer wieder andere Taktiken verfolgen muss. Besonders gut gefallen hat mir die Story, welche vor jeder Missione durch eine kurze Passage weitererzählt wurde. Sie ist spannend und enthält eine schöne Wendung. Alles in allem trotz der späteren Mängel ein ordentliches Spiel!

Über den Autor

Pesti

Ich bin der Inhaber von nurkram.de und allen Unterseiten, dementsprechend auch der Subdomain blog.nurkram.de. Jegliche Anfragen zur Seite bitte an mich richten, ich kann mit Sicherheit weiterhelfen.

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