Was ist das hier? Eine Einführung in die Retro-Artikel

Irgendwann um das Jahr 2005 herum bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, innerhalb unseres damaligen Haushalts eine kleine Zeitung zu veröffentlichen. Ich hatte diese Idee von meinem Bruder, der seinerzeit auch gerne ausführliche Texte zu teils seltsamen Themen auf krude Art und Weise formuliert hat. Seine Art von trockenem Humor ist meiner sehr ähnlich. Oder anders herum. Ist egal. Der Punkt ist, dass ich davon fasziniert war, wie er Texte formulierte und sie dann ansprechend in einer kleinen Zeitung verpackte, wodurch er unsere Eltern praktisch dazu zwingen konnte, sie zu lesen.

Ich habe auch schon immer gerne geschrieben und deshalb nahm ich diese Idee auf und schrieb über 50 Ausgaben meiner Zeitung. Im Endeffekt waren das immer nur 2-3 Seiten aber es war immerhin etwas! Ich schrieb über alles, was mir einfiel, über alles, was mir als Schüler und später als Onkel tagtäglich passierte. In den Jahren, in denen meine Zeitung erschien, stand ich in den letzten Jahren meiner schulischen Ausbildung, um die 18 Jahre alt und die Kinder meiner Schwester kamen zur Welt. Alles in allem also eine aufregende Zeit.

Der Punkt ist, dass ich viel seltsames Zeugs geschrieben habe. Das war noch die Zeit vor dem allgegenwärtigen Internet, wie wir es heute kennen und auch vor Smartphones und politisch korrekten Ausdrucksweisen.

Viele meiner Artikel wirken heute selbst auf mich recht zynisch und verärgert, doch ich weiß, dass das nie meine Intention war. Ich konnte nur noch nie so gut mit Smileys. Ja, damals gab es auch keine Emojis!

Ich habe auch oft auf Dinge Bezug genommen, die sich nur zwischen mir und meiner Schwester abspielten, Insider und Gags, die sonst niemand versteht. Das könnte auf euch heute etwas merkwürdig wirken aber damals war es sehr lustig! Heute ist es wenigstens seltsam.

Jedenfalls habe ich immer darauf vertraut, dass meine Leser (hauptsächlich meine Schwester) wissen, wie ich bestimmte Dinge gemeint habe und das ging auch immer gut. Diese Texte waren eigentlich nie dazu bestimmt, wirklich öffentlich zugänglich gemacht zu werden aber ich glaube, bei einigen Texten kann ich es wagen.

Was ihr hier seht, ist eine Auswahl an den Texten, die nach meiner heutigen Auffassung am ehesten allgemein verträglich sind, ohne dass allzu viel Aufschrei und / oder Nachfragen entstehen.

Hin und wieder habe ich auch sehr seltsames Zeug geschrieben, dass ohne den entsprechenden Hintergrund heute nicht mehr viel Sinn ergibt. Manchmal habe ich auch über Dinge geschrieben, von denen ich schlicht und ergreifend keine Ahnung hatte, obwohl ich so getan habe, als sei das nicht so, nur um am Ende einen blöden Wortwitz machen zu können.

Zwischenzeitlich hat meine Schwester eine Kolumne beigetragen, die ich immer in einem gesonderten Artikel bewertet habe. Es könnte also durchaus sein, dass in manchen Texten auch Bezüge dazu genommen oder Seitenhiebe verteilt werden.

Manchmal habe ich auch einfach nur geschrieben, was mir an einem Tag passiert ist und manchmal war das erschreckend unaufregend und generisch. Ich hatte aber schon immer ein großes Mitteilungsbedürfnis, von daher darf man sich darüber nicht wundern. In diesem Zusammenhang wirken diese Texte hin und wieder wie ein Tagebuch.

Es war eine seltsame aber sehr lustige und kreative Zeit. Ihr müsst in diesem Bereich ein bisschen den Kopf ausschalten und euch auch nicht zu sehr an den teilweise sehr lachs formulierten oder seltsam formatierten Texten stören. Wenn ihr das tut, ist das hier ein ganz großartiger Sprung in den Kopf des Pestis von vor über zehn Jahren.

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Ich glaube ihr seid eine sehr spannende, witzige Familie mit lauter kreativen Köpfen! Ich meine: Wer kommt denn darauf eine Zeitung in der Familie herauszugeben? Total gut!

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